Liebe Leserin, lieber Leser,

zu gerne hätte ich Sie zu unserem Gottesdienst in der Vacher St.Matthäus-Kirche am Sonntagmorgen begrüßt.

Dies wird im beschränkten Rahmen erst wieder ab dem 10.Mai 2020 möglich sein.
Jubilate heißt der Sonntag, das heißt: „Jauchzt / Gott / alle Lande!“

Sie werden antworten: Wie soll man in der jetzigen Zeit der Corona-Krise nur jubilieren oder gar mit einer Maske singen?
Uns werden Beschränkungen abverlangt, persönliche Pläne werden durchkreuzt, die Jubelkonfirmation, Hochzeiten, Taufen, Gruppen und Kreise, Veranstaltungen, Konzerte und Feste sind abgesagt. Beerdigungen nur im kleinsten Kreis möglich. Resignation, vielleicht auch Depression macht sich breit, merke ich.
Und doch will der christliche Glaube uns Hoffnung schenken.
Ich denke da an 4 Beispiele:
(1) Lob im Betrachten der Schöpfung
(2) Wir haben einen Grund zum Jubeln
(3) Stilles Gebet
(4) Entzünden einer Andachtskerze am Hoffnungsleuchter

(1) Lob im Betrachten der Schöpfung

Das Erwachen des Mammut-Ginkgos im Pfarrgarten von St. Matthäus Vach


Wir können im Stillen mit den Augen Gott loben und danken für das Erwachen der Schöpfung, wie wir es in den Gärten sehen und wie es Paul Gerhardt in seinem Lied (EG 503): „Geh mein Herz und suche Freud“ beschreibt. Auch, wenn wir wegen einer Maske nicht singen können, so können wir jedenfalls sprechen oder summen.

(2) Grund zum Jubilieren


Wir haben allen Grund zum Jubilieren,
denn an Ostern wurde es ein für alle mal klar:
Das Böse und der Tod,
sie haben nicht das letzte Wort.
Sondern das Leben.
Auch, wenn wir immer wieder deutlich merken,
die Erde ist voll von Ratlosigkeit und Hilflosigkeit.
Auch, wenn auf viele Stimmen mehr gehört wird,
als auf die Stimme des guten Hirten, hat unser Jubel einen tiefen hoffnungsvollen Grund. In einem Lied (EG 266) heißt es dazu passend: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.

(3) Stilles Gebet

Da tut es gut die Not der Welt und unsere Schuld vor Gott zu bringen.
Wir wollen dies alles unter das Kreuz Jesu Christi legen.
Dies tun wir in der Stille.
– Stille –
Der allmächtige Gott hat sich unser erbarmt.
Denn, „ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;
das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“
In der Taufe wurde unser Leben mit Christus verbunden.
In Jesus begegnet er uns als der gute Hirte.
Er kennt uns. Er liebt uns. Er hat sein Leben für uns gelassen
und unsere Schuld vergeben.
Wer das glaubt und getauft ist, der wird selig werden.
Das verleihe Gott uns allen. Amen.


(4) Entzünden einer Andachtskerze am Hoffnungsleuchter

Ich zünde eine Kerze an und bete…


Wir können auch eine Kerze anzünden am neuen Hoffnungsleuchter in unserer Kirche und ein stilles Gebet sprechen.

Ich lade Sie dazu herzlich ein.
Die Kirche ist täglich geöffnet von 6-22 Uhr.

Sie sind herzlich Willkommen!

Bleiben Sie gesund und behütet an Leib und Seele

Ihr Pfarrer Markus Pöllinger