Motto: Entdecken, was uns verbindet

Am Tag des offenen Denkmals (Link zur App für Ihr Smartphone) öffnen am 9. September 2018 bundesweit mehrere Tausend historische Bauten, Parks und archäologische Stätten ihre Türen für Kultur- und Geschichtsfans. Der Tag des offenen Denkmals ist die wohl größte Kulturveranstaltung Deutschlands – und wäre ohne das Engagement unzähliger haupt- und ehrenamtlicher Mitstreiter nicht denkbar.

Eingeladen sind alle Denkmaleigentümer, Vereine, Verbände, Initiativen, Denkmalbehörden und Kirchen, sich mit eigenen Veranstaltungen am Tag des offenen Denkmals zu beteiligen.

Führungen hier

Meditation zu 1. Petrus 2,5: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus auferbauen…“

Zwei Sandssteine: Eine Brücke von Mensch zu Mensch und eine Brücke von der Erde zum Hi:mmel. Zusammengefügt ergibt es ein…
…Sandsteinkreuz – ein „Begegnugskreuz“als Zeichen des christlichen Glaubens
Der Kelch der österreichischen Exulanten-Familie Storch von Klaus bei der oö Landesausstellung 2010 mit 233.000 Besuchern

„Entdecken, was uns verbindet“ heißt das Motto des Tags des offenen Denkmals in diesem Jahr und bezieht sich damit explizit auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. Das Motto zeigt, wie Denkmale Brücken schlagen zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen. Denn kein Denkmal steht allein: Die von den Erbauern verwendeten Baumaterialien, Techniken und Stile verbinden die verschiedenen Regionen und Gattungen. Rares Baumaterial wurde über weite Strecken verhandelt und reisende Handwerker brachten neues Know-how. Stilelemente anderer Länder und Epochen inspirierten Architekten zu neuen Baustilen, die nicht nur die repräsentativen, sondern bald auch die bürgerlichen Bauten prägten. Denkmale sind immer ein Spiegel ihrer Zeit – und damit auch der Offenheit einer Gesellschaft gegenüber neuen Einflüssen.

 

2018: St. Matthäus Vach im Mittelpunkt

2018 steht die kleine eher unbekannte Kirche von Vach im Mittelpunkt. Ein Gotteshaus schlägt Brücken von Gott zu den Gläubigen. Jedenfalls im weitesten Sinn.
Siehe Meditation zum Begegnungskreuz aus Sandstein (1. Petrus 2,5).

Führungen

9.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Julian Deusing

11.00 Uhr Führung mit Frau Marie Louise Mayer-Harries: „Kultur erleben – Entdecken, was uns verbindet

Bei Bedarf auch um 12.00 Uhr Führung mit Frau Marie Louise Mayer-Harries: „Kultur erleben – Entdecken, was uns verbindet

Marie Louise Meyer-Harries ist eine brilliante Gästeführerin
Frau Meyer-Harries liebt Kultur, Geschichte und Literatur und freut sich darauf Jüngeren und Älteren die „schönsten Seiten“ von St. Matthäus Vach zeigen zu können.

14.00 Uhr Führung mit Bertold Freiherr von Haller „Geschichte erleben – Entdecken, was uns verbindet“

Der Administrator der Frhr. von Hallerschen Familienstiftungen aus Großgründlach versucht den Brückenschlag zu Nürnberg.

Als Herkunftsland der Familie wird Tirol um 1205 vermutet.

 

. Familienwappen einer der ältesten Patrizierfamilien Nürnbergs seit1205: Haller von Hallerstein
Festschrift: 950 Jahre St. Matthäus Vach: Bertold Frhr. v. Haller, Elke Löffler und Pfarrer Markus Pöllinger

 

Auf eine spannende Entdeckungsreise freut sich

Ihr Pfarrer Markus Pöllinger

P.S.: Falls Sie spannende Bilder von unserer Kirche (oder einem anderen Kulturdenkmal) gemacht haben, sind Sie herzlich eingeladen, diese bei der Wikipedia-Aktion Denk mal digital: Fotografiere Kulturdenkmale für die Wikipedia und gewinne! einzureichen!

  • Kommentar von Frau Barbara Schwipp zu dem Tag des offenen Denkmals 2018 mit dem Motto „Entdecke, was uns verbindet“

Die Stadt Fürth trug hierzu mit dem Thema Baustoff Schiefer und Vacher Kirche mit je drei Führungen bzw. Vorträgen von ca. 1,5 h bei.

 

Frau von Wittke als Pflegerin des Stadtbildes führte im Rahmen des Themas Schiefer, ein Baustoff, der verbindet je ca. 20 bis 30 Personen durch die Fürther Altstadt. Beginnend mit den Schieferfassaden in der Gustavstr. hinab zur Heiligenstr. über den Schrödershof mit der ehemaligen Stallung zum Kirchenplatz mit dem schiefergedeckten Schulgebäude ging es entlang der Pfarrgasse zur Oberen Fischergasse mit den Lampericans in den Kannegießerhof über die Schindelgasse und endete in der Königstraße. Hierbei konnte man sich über die Herkunft, Entstehung und Abbau, Verwendungszwecke, Verlegungsarten und Farben des Schiefers anhand von Erzählungen, Bildern sowie Mustersteinen mit allen Sinnen ein lebendiges Bild über den Schiefer sowie von dessen Bewohnern in Fürth machen..

 

In der Pfarrkirche St. Matthäus referierten Herr Pfarrer Pöllinger, Frau Meyer-Harries und Freiherr von Haller vor ca. 07 bis 40 Personen über die Einweihung der ursprünglichen Kapelle durch den Eichstätter Bischof 1059 sowie den weiteren historischen Verlauf zur heutigen Wehrkirche mit Scharwachttürmchen auf dem Ostchor einschließlich der im Inneren vorgenommenen Umbauten (Dreifachempore) sowie Austausch des barocken Inventars (Gestühl, Altar).

 

Den Kelch sowie die Hostienschatulle stifteten die Familie Storch von Klaus aus Oberösterreich 1659. Seitdem sind diese in Gebrauch und verbinden mehrere Generationen von Gläubigen, wovon die Gemeindefahrt am 29. und. 30. September 2018 nach Schloß und Bergkirche Klaus zeugt.

 

 

Anschließend wurde durch den Pfarrgarten geführt und die aufwendige Sanierung der Wehrmauer am sehr gut gelungenen Objekt erläutert sowie anhand von Baustellenfotos eindrucksvoll und nachvollziehbar vorgestellt.