Reformationstag – nicht Halloween – feiern die evangelischen Kirchen am 31. Oktober.
Das zeigen evangelische Christen mit unterschiedlichen Bräuchen. Dabei geht es nicht darum, den Kindern den Gruselspaß zu verleiden.
Es geht darum, trotz dieser relativ neuen anglo-amerikanischenTradition, das jahrhundertealte wichtige Fest der Protestanten im gesellschaftlichen Bewusstsein zu halten.
Nach Martin Luther bedarf die Kirche ständig einer Re-form-ation, d.h. einer Erneuerung, um sich lebendig zu erhalten. Der Reformationstag dient der kritischen Kursbestimmung der Kirche.
Dazu laden sich manche Gemeinden Kanzelredner ein, die Gesellschaft und Kirche kritisch beleuchten. Er kann auch Anlass sein, selbst nachzudenken:
So geschieht es jedes Jahr zentral im Dekanat Fürth. 2019 hält um 19 Uhr in St. Michael der Direktor a. D. des kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen Prof. Dr. Christian Pfeiffer die Predigt. Das Thema lautet: Gegen die Gewalt. Warum die Liebe und Gerechtigkeit unsere besseren Waffen sind. Könnte gerade nach dem Terroranschlag in Halle eine wichtige und interessante Frage sein.
Auch an mich geht die Frage: Wo wünsche ich mir eine Reform der Kirche? Welche Thesen sollten heute diskutiert werden?
So möchte ich Sie einladen zum Gespräch, persönlich, per Telefon (0911-761262) oder per email: [email protected]
Martin Luther, 1522: „Non vi, sed verbo“ – „Nicht mit Gewalt, sondern durch das Wort“ – „Allein die freie Kraft des biblischen Wortes entfaltet ihre Wirkung, niemals die Gewalt“.
In evangelischer Freiheit
grüsst Sie
Markus Pöllinger
Pfarrer


