Die Entstehung des Kirchenmodells

 

  • Zur Geschichte anno 2006

Der „Hingucker“  –  das  „Vacher Kirchenmodell“ 

Die historische Wehrkirche St. Matthäus mit ihren zwei Scharwachtürmchen am Chordach ist das Erkennungszeichen des nördlichsten Fürther Stadtteils Vach. Bis nach Fürth und Nürnberg, hinüber nach Erlangen und weit ins Land hinein schweift der Blick vom Kirchturm an einem klaren Spätsommertag..Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Matthäus Vach, zu der auch die Ortschaften Flexdorf, Ritzmannshof, der nördliche Golfpark und Mannhof mit zusammen 2200 Mitgliedern gehören, feiert in guter Tradition ausgiebig- seit ihrer Gründung im Jahre 1059 zum Namenstag des Evangelisten Matthäus und Kirchenpatrons (21.September) – das Fest ihrer Kirchenweihe.

Der Hingucker ist seit dem Jahr 2009 die Vacher St. Matthäus-Kirche als originalgetreue Nachbildung im Maßstab 1:7.

Eine Gruppe von Handwerkern hat in ca. 400 Stunden die Vacher Wehrkirche mit ihren Scharwachtürmchen zum Jubiläum maßstabsgetreu 1:7 bis in die kleinsten Details (z.B. einer funktionierenden Kirchenuhr) nachgebaut.

Der Turm ist 4 Meter 15 hoch und einklappbar.

22000 Holzschindeln wurden verbaut. Originalputz aufgetragen. Fenster eingesetzt.

Eine Meisterleistung von Schreinermeister Stefan Roth, Johann Frantz, Heinz Landler, Michael und Klaus Knoll, Werner Stich, Norbert Hofmann.  

Anregungen in St. Peter und Paul Poppenreuth

Ortspfarrer Markus Pöllinger ist begeistert über den neusten Kirchenbau und zollt den Baumeistern größten Respekt.

In der Bauphase hatte schon Regionalbischof Prof. Dr. Ark Stefan Nitsche eine Stippvisite gemacht.

 

Vor über 950 Jahren – ein genaues Datum ist nicht überliefert, das Jahr 1059 erscheint jedoch nach den Gründungshandschriften plausibel – weihte Bischof Gundekar II. von Eichstätt eine Kirche in Vach; vermutlich stand damals erst eine bescheidene hölzerne Kapelle. Es ist zugleich die älteste Nachricht über den Ort. Es war wahrscheinlich um dem Namenstag des Patrons der Kirche Matthäus am 21.September 1059

Die heutige Kirche wurde vermutlich bald nach 1400 erbaut (die Baumstämme für den Dachstuhl über dem Chor wurden im Jahr 1404 gefällt). Mehrmals durch Blitzschlag und in Kriegszeiten beschädigt, wurde sie stets wiederhergestellt, aber auch erweitert und verschönert. Der Barockisierung in den Jahren 1706 bis 1708 sind nicht nur die hölzerne Tonnendecke des Langhauses, sondern auch wesentliche Teile der Ausstattung zu verdanken: Altar, Kanzel und als Besonderheit ein hölzerner Taufengel anstelle des sonst üblichen Taufsteins. Heute steht die Kirche mit ihrem Inventar unter Denkmalschutz.

Vach gehörte anfangs zu Zirndorf und wurde 1422 selbstständige Pfarrei. Mit der Reformation des Fürstentums Brandenburg-Ansbach im Jahr 1528 wurde auch Vach evangelisch. Bereits 1533 beginnen die ältesten Kirchenbücher (über Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen), die bis heute im Pfarrarchiv erhalten sind. Von herausragender historischer Bedeutung sind die detailgetreuen Schilderungen, die der Vacher Pfarrer Johann Georg Renner über das  Geschehen im 30-jährigen Krieg in die Kirchenbücher eintrug und vielfach auch die Ereignisse in den Nachbarorten – z.B. Fürth am 8.9.1634 – betreffen.

Zur 950 Jahrfeier 2009 erschien eine 176 Seiten starke Festschrift: „950 Jahre St. Matthäus in Vach: Geschichte – Kunst – Leben“  mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen.

  1. A) Nach den einleitenden Grußworten u.a. von Landesbischof Johannes Friedrich folgt ein Spaziergang durch die bislang kaum bekannte Vacher Geschichte. Bertold Freiherr von Haller, ein herausragender Kenner der Geschichte des mittelfränkischen Raumes, hat hierzu auch das derzeit noch in Kisten verpackte Pfarrarchiv durchstöbert. Im Anschluss daran „stellt sich die St. Matthäus-Kirche selbst vor“; eine ganze Reihe von Autor/innen (darunter Marie-Louise Meyer-Harries, Bernhard Schildbach, Gertrud Trojanski und Rüdiger Scholz) bieten eine unterhaltsame Führung durch die Kirche und ihre Ausstattung.
  2. B) Im Kapitel „Spuren der Vacher Geschichte“ schreibt Pfr. i.R. Eberhard Krauß, ein ausgewiesener Experte der Exulantenforschung, über die Ortsgeistlichen seit der Reformation, die Ereignisse des 30-jährigen Krieges und die nachfolgende Ansiedlung der meist aus Österreich vertriebenen Exulanten samt biographischen Daten und Herkunftsorten. Dem Familienforscher Georg Mehl aus Stadeln, der für das Vacher Kirchenjubiläum bereits eine sehenswerte Ausstellung zusammengestellt hatte, ist eine kurze Chronik der wichtigsten Ereignisse aus der Vacher Geschichte zu verdanken, dazu historische Ansichtskarten, Fotos und anderes mehr.
  3. C) Im Abschnitt „Miteinander unterwegs“ präsentiert sich die heutige Vacher Kirchengemeinde mit ihren Aktivitäten von B wie Bibelkreis über K wie (z.B. Kindergarten und Kirchenchor) und M wie Männer-Runde und P wie Posaunenchor bis zu W wie Weltgebetstag.

Insgesamt über 50 engagierte Autor/innen und Mitarbeiter/innen waren an der Festschrift beteiligt, darunter auch Kunstfotograf Thomas Bachmann aus Bamberg, Pfarrerin Vera Ostermayer (Projektstelle Beratung „Offene Kirchen“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern) und nicht zuletzt Elke Löffler, die das alles – mit vielen aktuellen und historischen Abbildungen illustriert – in ein ansprechendes Layout umgesetzt hat.

 

Die Festschrift ist zum Jubiläumspreis von 9.50 Euro zu erwerben bei:

Evangelisch-Lutherisches Pfarramt St. Matthäus Vach, Vacher Kirchenweg 5, Tel. 761262, Fax 7659444, e-mail:  Pfarramt.Vach@elkb.de, www.kirchevach.de

Nähere Infos unter www.kirchevach.de

Viel Vergnügen und Gottes Segen

Bleiben Sie behütet

Ihr

Pfarrer Markus Pöllinger

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