Wir versuchen im 10. Jahr fränkische Lebensart mit bodenständigem christlichen Glauben zu verbinden.
Am Faschingssonntag „Estomihi“ findet in der St. Matthäus-Kirche zu Vach ein Gottesdienst in fränkischer Mundart statt.
Für die passende musikalische Umrahmung sorgt der Vacher Posaunenchor…
Dass man, wenn von Gott und dem Ganzen des Lebens die Rede sein soll, »Deutsch reden«,
also die Dinge in Alltagssprache auf den Punkt bringen soll,
hat bereits der Reformator Martin Luther 1530
in seinem »Sendbrief vom Dolmetschen« gefordert:
»Man muss die Mutter im Haus, die Kinder auf den Gassen,
den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen und denselben auf das Maul sehen, wie sie reden.«.
Das wollen wir heute Morgen tun und uns den biblischen Geschichten auf Fränkisch nähern.
Der Sonntag Estomihi, sei mir ein starker Fels, ist ein Wendepunkt im Kirchenjahr.
Die Passionszeit steht unmittelbar bevor.
Allerdings ist der Sonntag Estomihi gleichzeitig der Faschingssonntag,
auch, wenn das nicht im liturgischen Kalender steht.
Jetzt schon im 10. Jahr soll es da nicht ganz bierernst, nämlich in echt-fränkischer Mundart gepredigt werden.
Übrigens: Von Martin Luther stammt auch der Spruch:
„Wo Glaube ist, da ist auch Lachen“.
Und wenn Lachen so gesund ist, warum geht es in unsern Kirchen oft so ernst zu?
Deshalb freuen wir uns ganz besonders über unsere Gäste,
die frech und fromm, heiter und hintersinnig dem Volk auf´s Maul schauen, ohne ihm nach dem Mund zu reden.
So verbindet sich fränkische Lebensart mit bodenständigem christlichen Glauben.
Wir wollen einen fröhlichen Gottesdienst feiern mit Musik und Mundart.
Schau na hie…
Wer mid däm Fasching nix oofanga koo, is bo uns ka Außnseider…
Eingeladen sind auch „Nicht-Franken“.
Herzlich Willkommen!
Fei wergli
Ihr Pfarrer Markus Pöllinger
Prominente Mundartprediger zu Gast in St. Matthäus Vach:
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