Vor 70 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer (4.2.1906 – 9.4.1945), der evangelische Theologe, in Flossenbürg hingerichtet. Dankbar erinnern wir uns an sein Leben, aber auch an seinen tragischen Tod im Widerstand gegen das menschenverachtende System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Er hat uns ein Zeugnis des Glaubens hinterlassen. Auf diese Spuren wollen wir uns an diesem Tag begeben.

Tagesfahrt am Sonntag, 5. Juli 2015
Bitte bald anmelden unter 0911-761262 oder pfarramt.vach@elkb.de!

Abfahrt Vach-St. Matthäus-Kirche: 7:30 Uhr, Rückkehr Vach: 20:00 Uhr

Gottesdienst und Führung in der KZ-Gedenkstätte werden organisiert. Ebenso Mittag- und Abendessen.

Kosten für Busfahrt. 20.- Euro

Pfr. Markus Pöllinger, Heinz Landler, Pfr. Ludwig Berger

 

Information

Kurze Lebensgeschichte von Dietrich Bonhoeffer (1906-1945): „Gelebter Glaube“

4.2.1906 in Breslau als Sohn eines Arztes geboren

1912 Umzug nach Berlin, der Vater übernimmt die Leitung der „Charite“

1923 mit 17 Jahren Abitur, Beginn des Theologiestudiums

1924 Reise nach Rom

1927 mit 21 Jahren Promotion mit „Sanctorum communio“

1928 Erstes Theologisches Examen, Vikariat in der deutschen Gemeinde in Barcelona

1930 Zweites Theologisches Examen und Habilitation, Privatdozent in Berlin, Reise nach New York

1931 15.11. Ordination zum Dienst als Pfarrer in der St. Matthäus-Kirche Berlin

1931 Rückkehr nach Berlin, Studentenpfarrer

1933 1.2. Radiovortrag zur Machtergreifung Hitlers „Wandlungen des Führerbegriffs“ (vorzeitig abgebrochen), im April Aufsatz „Die Kirche und die Judenfrage“ im August Flugblatt „Der Arierparagraph in der Kirche“, im Oktober Pfarramt in London

1934 Ökumenische Konferenz in Fanö

1935 Beginn des Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde

1937 Polizeiliche Schließung von Finkenwalde

1938 Ausweisung aus Berlin

1939 Reise nach London und in die USA – Rückkehr

1940 Enge Kontakte zu deutschen Widerstand

1941 Reise in die Schweiz, Druck- und Veröffentlichungsverbot

1942 Reisen nach Norwegen, Stockholm – Treffen mit Bischof Bell

1943 Verlobung mit Maria von Wedemeyer, Verhaftung und Anklage wegen angeblicher „Zersetzung der Wehrkraft“

1944 20.7. Hitler-Attentat mißlingt, Verhaftung

1944 8.10. Gestapo-Haft in Berlin

1945 7.2. KZ Buchenwald

1945 5.4. Hitlers Vernichtungsbefehl

1945 9.4. Ermordung im KZ Flossenbürg

„Die letzte verantwortliche Frage ist nicht, wie ich mich heroisch aus der Affäre ziehe, sondern wie  eine kommende Generation weiterleben soll.“

Weiterführende Informationen unter: elkb_ejb_Arbeitshilfe_Bonhoeffer_2015-04_01

„Eine christliche Gemeinschaft lebt aus der Fürbitte der Glieder füreinander, oder sie geht zugrunde. Einen Bruder für den ich bete, kann ich bei aller Not, die er mir macht, nicht mehr verurteilen oder hassen. Sein Angesicht, das mir vielleicht fremd und unerträglich war, verwandelt sich in der Fürbitte in das Antlitz des Bruders, um dessentwillen Christus starb in das Antlitz des begnadigten Sünders.“

Nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen erfüllt Gott, das heißt: er bleibt der Herr der Erde, er erhält seine Kirche, er schenkt uns immer neuen Glauben, legt uns nicht mehr auf, als wir tragen können, macht uns seiner Nähe und Hilfe froh, erhört unsere Gebete und führt uns auf den besten und geradesten Wege zu sich. Indem Gott dies gewiß tut, schafft er sich durch uns Lob.“