„Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren“, sagt Jesus in Lukas 11,28.

In vielen Hotelzimmern weltweit liegt eine Bibel der Gideons auf.

Am Sonntag „Quasimodogeniti“ 2023 besucht Herr Harald Schmidt, ein Mitglied der Missionsgemeinschaft „Die Gideons“, den Sonntagsgottesdienst in der Vacher St. Matthäus-Kirche.
Die Gideon-Gruppe Fürth setzt sich u.a. für die Verteilung von Bibeln in Hotelzimmern ein. Bis 2016 wurden rund 2 Mrd. Bibeln verteilt. In einer Kurzpredigt wird anhand von Beispielen berichtet wie Gottes Wort heute noch Menschenleben verändert.

Hintergrund:

Im Jahr 1898 suchte der Geschäftsmann John H. Nicholson aus Janesville, Wisconsin (USA), auf einer Geschäftsreise ein Hotelzimmer in der Stadt Boscobel. In einem Hotel wurde ihm wegen Überfüllung des Hauses angeboten, sich mit einem anderen Gast – Samuel E. Hill – ein Doppelzimmer zu teilen. Nicholson willigte ein. Schon beim ersten Gespräch entdeckten beide, dass sie Christen waren. Im Rückblick auf diese Begegnung schrieben sie später, dass bereits an diesem Abend die Idee entstand, eine Vereinigung christlicher Geschäftsleute zu gründen.

Am 31. Mai 1899 gründeten Nicholson und Hill gemeinsam mit dem Kaufmann Will J. Knights diese Vereinigung. Als Namensgeber wurde der alttestamentliche Richter Gideon gewählt.[4] Das Logo – ein Krug mit einer Flamme – erinnert dabei an eine Episode aus dem Buch der Richter, in der Gideon gegen die Midianiter siegt (Richter 7 LUT84). In besagter Episode sind Gideons Kämpfer lediglich mit Widderhörnern und leeren Krügen, in denen Fackeln stecken, bewaffnet.

In den Anfangsjahren entstand die Idee, am Empfang eines jeden Hotels eine Bibel auszulegen. Durch die spätere Praxis, in jedem Hotelzimmer kostenlos Bibeln auszulegen, wurde der Gideonbund weltweit bekannt.

Von den USA aus wurden im Laufe der Jahrzehnte weltweit Niederlassungen des Gideonbundes gegründet. Der erste Gideon-Dienst außerhalb der USA organisierte sich 1911 in Kanada. 1950 kam mit Japan das erste fernöstliche Land und mit Südafrika das erste afrikanische Land hinzu. 1989 kamen die ersten Gruppen im ehemaligen Ostblock hinzu. Inzwischen sind in über 190 Ländern 280.000 Gideonmitglieder ehrenamtlich tätig und verschenken Bibeln in über 100 Sprachen.

Bis 2016 wurden weltweit über 2 Mrd. Bibeln weitergegeben, davon über 24 Mio. in Deutschland.[5]



Über den Besuch und eine Kurzpredigt freut sich Pfarrer Markus Pöllinger