Am Montag, dem 19.9.2022 wurde Queen Elisabeth II in einer großen und minutiös geplanten Abschiedszeremonie beigesetzt. Dazu gehörten die Gottesdienste in George´s Chaple in Widsor und in Westminster Abbey in London.

St. Der Sarg von Königin Elizabeth II. in der Westminster Abbey

Hier einzelne Teile zum Nachlesen:

Segen des Erzbischofs von Cantabury Justin  Welby:

Geht hinaus in die Welt in Frieden;

seid guten Mutes,

haltet fest an dem, was gut ist,

gebt niemanden Böses für Böses;

stärkt die Schwachen,

unterstützt die Schwachen,

helft den Bedrängten.

ehrt alle Menschen,

liebt und dient dem Herrn

und freut euch in der Kraft des Heiligen Geistes.

Im Namen des Vaters  und des  Sohnes und des Heiligen Geistes (+) Amen.

Justin Welby, Erzbischof von Canterbury, spricht während der Trauerfeier


Lied 266:0 Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen

266:1 Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen und wird vom Dunkel überweht. Am Morgen hast du Lob empfangen, zu dir steigt unser Nachtgebet.

266:2 Die Erde rollt dem Tag entgegen; wir ruhen aus in dieser Nacht und danken dir, wenn wir uns legen, dass deine Kirche immer wacht.

266:3 Denn unermüdlich, wie der Schimmer des Morgens um die Erde geht, ist immer ein Gebet und immer ein Loblied wach, das vor dir steht.

266:4 Die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben den Menschen überm Meer das Licht: und immer wird ein Mund sich üben, der Dank für deine Taten spricht.

266:5 So sei es, Herr: die Reiche fallen, dein Thron allein wird nicht zerstört; dein Reich besteht und wächst, bis allen dein großer, neuer Tag gehört.

266:6 Englisch: The day thou gavest, Lord, is ended, The darkness falls at thy behest; To thee our morning hymns ascended, Thy praise shall sanctify our rest.

266:7 We thank thee that thy Church unsleeping, While earth rolls onward into light, Through all the world her watch is keeping, And rests not now by day or night.

266:8 As o’er each continent and island The dawn leads on another day, The voice of prayer is never silent, Nor dies the strain of praise away.

266:9 The sun that bids us rest is waking Our brethren ’neath the western sky, And hour by hour fresh lips are making Thy wondrous doings heard on high.

266:10 So be it, Lord; thy throne shall never, Like earth’s proud empires, pass away: Thy kingdom stands, and grows for ever, Till all thy creatures own thy sway.

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Gedanken zur Bestattung:

+ Das Leben ist öffentlich, das Abschiednehmen soll es auch sein. Viele Menschen sind traurig. Ihnen soll man die Möglichkeit eines Abschieds geben.

+ Gut ist es, wenn Gäste eingeladen sind.

+ Der Abschied kann auch in einer Kirche gefeiert werden.

+ Schwarz tragen. Man darf zeigen, dass man traurig ist.

+ Zeit lassen beim Ankommen.

+ Organisation abgeben an Bestatter.

+ Kinder. Man schützt Kinder nicht, indem man sie von Trauerfeiern ausschließt. Wer früh lernt, dass man mit dem Tod und mit den Toten in guter Weise umgeht, wird eher die Angst davor verlieren können als jemand, der sich immer nur etwas ausmalen muss.

+ EG 266. Als die Gemeinde anfing, den ersten Choral zu singen, kamen mir tatsächlich die Tränen. Das Lied ist ein Abendlied, das es auch auf Deutsch gibt: „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“/“The day thou gavest, Lord, is ended“ Es steht im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 266 – eine absolute Empfehlung für die eigene Beerdigung. Es ist ein Lied, das Gott Lob und von Vergehen und von Ewigkeit spricht.

+ Gezielter Blumenschmuck. Es gab durchaus Blumen im Gottesdienst, aber um den Sarg herum saßen und standen Menschen, keine Blumen. Auf dem Sarg lag ein Gesteck, das schön anzuschauen war, und dessen Blumen der Verstorbenen etwas bedeuteten. Ganz auf Blumenschmuck zu verzichten, ist traurig, Blumen im Übermaß lenken von der Person ab, um die es geht. Gerade nah am Sarg sollte Platz für die Trauernden sein.

+ Hoffnung. Das Christentum verfügt über einen reichen Schatz an Texten, in denen von der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gesprochen wird. Diese Texte waren reichlich vorhanden bei der Trauerfeier für Elizabeth II. Oft wird auf solche Texte verzichtet, weil man nicht recht weiß, ob die Anwesenden daran glauben können. Doch wie soll man an solche Verheißungen glauben, wenn man sie niemals hört? Wer einen Funken Hoffnung hat, sollte diese Texte bei Beerdigungen hören lassen. Mindestens 1.Korinther 15,50-58, und dann kann aus dem Funken auch ein Feuer werden.

Weitere Informationen unter:

https://www.evangelisch.de/inhalte/205614/09-09-2022/trauer-um-elizabeth-ii-kirchliche-reaktionen-zum-tod-der-queen

https://www.evangelisch.de/inhalte/205947/19-09-2022/abschied-von-elizabeth-ii-12-anregungen-fuer-die-eigene-beerdigung