Ein neues Feuerwehrauto zum 120. Geburtstag der FFW Mannhof. Stadtbrandrat Werner Ruffus mit dem Gebet eines Feuerwehrmanns.

 

Gebet eines Feuerwehrmanns

 

Oh Herr, wenn die Sirene geht,
weil uns bedroht des Feuers Wut,
verleihe mir, ich bitte dich,
zum Leben-Retten Kraft und Mut.

 

Lass mich doch finden dann und sehn
das kleine Kind in seiner Not,
die junge Frau, den greisen Mann,
dass ich sie rette vor dem Tod.

 

Verleihe mir ein gutes Ohr,
damit ich hör den schwächsten Schrei,
und rette, lösche, berge, schütz
und hilfreich jedem Menschen sei.

 

Ich möchte gern´ mein Bestes geben
dem Nächsten helfen, Dir zur Ehr,
Denn Du hast mich dazu gesandt,
dass ich ihm Not und Unglück wehr.

 

Ich bitt Dich Herr, wenn Du es willst
und ich den Tod muss sterben,
schütz meine Frau und auch das Kind,
lass sie sich bei Dir bergen.

Amen

Pfarrer Markus Pöllinger bei der Predigt zum 120. Geburtstag.

 

  • Predigt von Pfarrer Markus Pöllinger

An Gottes Segen ist alles gelegen.

An manchen Feuerwehrhäusern steht auch dieses Wort: Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.

Liebe Feuerwehrler, liebe Freude der Freiwilligen Feuerwehr Mannhof.

Ein neues Auto – MFZ, ein großzügiges Geschenk zum Wohle unserer Bevölkerung im Fürther Norden.

Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Hilfe übersetze ich. Wir wollen dieses neue Feuerwehrauto im Namen Gottes der Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mannhof übergeben, daß es hoffentlich, wenn es zum Einsatz kommt, vielen Menschen zur Hilfe und zur Linderung großer Not wird.

 

Lobet den Herrn.

Ich zitiere folgende Verse aus dem evangelischen Gesangbuch:

Daß Feuerflammen uns nicht allzusammen

mit unsern Häusern unversehns gefressen,

das machts, daß wir in seinem Schoß gesessen. Lobet den Herrn.

Paul Gerhard hat diesen Vers 1653 gedichtet,

weil er um die Not von Feuerflammen wusste.

Heute gibt es gut ausgebildete Männer und Frauen, die berufsmäßig und ehrenamtlich bei der Feuerwehr mitarbeiten.

Ich selbst hatte immer wieder das Handy der Notfallseelsorge für die Stadt und hatte dabei manch bedrückenden Einsatz miterleben müssen. Aber auch die Erfahrung gemacht: In der Not, „wenn´s drauf ankommt“ stehen die Rettungskräfte zusammen. Dafür bin ich dankbar.

Gute Kameradschaft, Zusammenhalt und Können sind gefragt. Die Jugend wächst nach.

Gott will, das den Menschen geholfen wird, daß wir das Gut anderer achten und bewahren.

Die Feuerwehr hat deshalb eine wichtige Schutz- und Hilfsfunktion im Gemeinwesen eines Dorfes, einer Stadt, in unserem Land.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Mannhof ist so eine starke Truppe.

Im Jahre 1899 wurde sie als erster Verein gegründet. Es war die Zeit, als Mannhof noch Teil der politischen Gemeinde Stadeln war, kirchlich aber seit 1834 bis heute zur Vacher Pfarrei St. Matthäus gehörte. Als Zeichen der Verbundenheit übergebe ich ein Bild des Vortragekreuzes der Gemeinde Mannhof erneuert 1863.

Vortragekreuz Mannhof, von 1863 für den Vacher Friedhof

Vortragekreuz Mannhof, von 1863 für den Vacher Friedhof

In den letzten 120 Jahren hat sich so manches verändert. Vor allem durch den  Zuzug vieler Vertriebener nach dem 2. Weltkrieg und durch die Eingemeindung 1972 zur Stadt Fürth hat sich der Charakter der traditonellen Dorfgemeinschaft von Mannhof zwar verändert, er ist jedoch, was den Zusammenhalt anbelangt, Gott sei Dank, sage ich noch nicht ganz verloren gegangen. Dies ist, so meine ich, vor allem ein Verdienst der Freiwilligen Feuerwehr Mannhof und ihrer Familien.  Zu erwähnen ist dabei Familie Bergler.

So empfinde ich es jedenfalls immer wieder.

Ihnen gebührt an ihrem 120. Geburtstag der Dank und die Gratulation.

 

 

 

So bitten wir Gott um seinen Schutz und Segen für unsere Häuser, wir befehlen ihm die Menschen an, die hier wohnen und bitten Gott für die Mannschaft der Feuerwehr, daß sie bei ihren Einsätzen bewahrt bleiben.

Gott segne und behüte alle Eure Einsätze mit dem neuen Feuerwehrauto.

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