Am Mittwoch, dem 22.Februar vor 80 Jahren wurde die Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus und Mitglied der „Weißen Rose“,  Sophie Scholl, hingerichtet.

Die Studentin wurde am 22.Februar 1943 in München von nationalsozialistischen Richtern wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet.

Geprägt und christlich erzogen wurde Sophie von ihrer Mutter, einer ehemaligen Diakonisse und ihrem Bruder Hans, einem Medizinstudenten und dem Begründer der Widerstandsbewegung gegen Hitler, der Weißen Rose. Für Sophie war die Flugblattaktion in der Münchner LM-Universität ein Aufstand des Gewissen und der Versuch sich selbst treu zu sein.

Scholls Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen spiegeln das Bild einer jungen Frau von hoher Empfindsamkeit für die Schönheiten der Natur und von tiefem christlichen Glauben wider. Das folgende Zitat von Jacques Maritain kommt in ihren Briefen mehrmals vor: „Il faut avoir l’esprit dur et le cœur tendre“ („Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“). Sie beschäftigte sich intensiv mit der Harmonie der Seele: „Ich merke, dass man mit dem Geiste (oder dem Verstand) wuchern kann, und dass die Seele dabei verhungern kann“.[18] (Wikipedia)

 

Was können wir heute von Sophie Scholl lernen?

Mut, Moral, christliche Werte und Widerstand gegen Unrecht, Ungerechtigkeit und Unwahrheit

„Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“

„Ich merke, dass man mit dem Geiste (oder dem Verstand) wuchern kann, und dass die Seele dabei verhungern kann“.

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/sophie-scholl-seele-des-widerstands-100.html

Sophie Scholl

„Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.

Herkunft und Familie

Sophia Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren. Ihre Eltern waren die Diakonisse Magdalena Scholl (1881–1958) und Robert Scholl (1891–1973), die 1916 in der Kirche von Geißelhardt geheiratet hatten.[1]

Sophie Scholl wuchs in einem religiös wie politisch liberalenprotestantischen Elternhaus zusammen mit ihrem Bruder Hans (1918–1943) auf.

Die Familie lebte bis 1930 in Forchtenberg, Volksstaat Württemberg, von 1930 bis 1932 in Ludwigsburg und ab 1932 in Ulm. Die Geschwister wurden von ihren Eltern mit liberalen, christlichen Werten erzogen.[3]

Kindheit und Mitwirkung in Jugendorganisationen

Sophie Scholl ging in den Kleinkindergarten, ab 1928 in die evangelische Volksschule und ab 1930 nach dem Umzug nach Ludwigsburg in die Evangelische Mädchenvolksschule. Nach einem erneuten Umzug nach Stuttgart besuchte sie dort ab 1932 die Mädchenoberrealschule.[4]

Sophie Scholl glaubte zunächst wie ihr zweieinhalb Jahre älterer Bruder Hans Scholl an das von den Nationalsozialisten propagierte Gemeinschaftsideal und trat 1934 dem Bund Deutscher Mädel (BDM) bei, in welchem sie bis 1941 verblieb.[5] Sie engagierte sich für ihre Jungmädel-Gruppe und wurde Scharführerin.[6] Sophie veranstaltete wie ihr Bruder Mutproben und Härtetests, um sich und den anderen das Äußerste abzuverlangen.

Abwendung von den Jugendorganisationen des NS-Staates

Ihre Eltern wandten sich gegen die Beteiligung ihrer Kinder an den Jugendorganisationen des NS-Staates, gewährten den Kindern aber die Freiheit, hierüber selbst zu entscheiden.[7] Später wandte sie sich von den Jugendorganisationen der NSDAP ab. Nach dem „Reichsparteitag der Ehre“ 1936 nahm sie zusammen mit ihrem Bruder Hans am Gruppenleben der Deutschen Jungenschaft vom 1. November 1929 (kurz „dj.1.11“), eines von Eberhard Koebel gegründeten Jugendbundes, teil, der in der Frühphase des Dritten Reiches versuchte, trotz Verbot weiterzuexistieren. Im Herbst 1937 war Sophie zusammen mit ihren Geschwistern für einige Stunden in Polizeigewahrsam, weil ihr Bruder Hans wegen fortgesetzten Engagements in der Bündischen Jugend verfolgt wurde.[8]

Ebenfalls im Jahr 1937 lernte sie Fritz Hartnagel, den vier Jahre älteren Sohn eines Ulmer Kleinunternehmers, bei einer Tanzveranstaltung kennen. Während seiner Offiziersausbildung blieben beide in brieflicher Verbindung. Kurz vor Ausbruch des Krieges verbrachten sie in Norddeutschland einen gemeinsamen Urlaub. In der Zeit zwischen Oktober 1941 und März 1942, als Sophie Scholl in Blumberg Kriegshilfsdienst leistete und Hartnagel als Ausbildungsoffizier in Weimar stationiert war, trafen sie sich an den Wochenenden in Konstanz und Freiburg.

Nachdem sie im März 1940 ihr Abitur absolviert hatte, begann Sophie Scholl im Mai 1940 eine Ausbildung am evangelischen Kindergärtnerinnen-Seminar in Ulm-Söflingen, das von Emma Kretschmer geleitet wurde.[9] Danach, im August 1940, absolvierte sie im Fröbel-Seminar in Ulm ein vierwöchiges Praktikum im Kindersanatorium Kohlermann in Bad Dürrheim. Nachdem diese Ausbildung nicht als Reichsarbeitsdienstersatz (RAD) anerkannt worden war, beorderte man sie im Frühjahr 1941 zum RAD nach Krauchenwies bei Sigmaringen.[10]

Religiöse Einflüsse

Sophie Scholl las im Frühjahr 1941, während sie ihren Reichsarbeitsdienst ableistete, in den Werken des Kirchenvaters Augustinus von Hippo. Diese Lektüre brachte ihr manche „spöttische Bemerkung“ der Frauen ein, die mit ihr den RAD ableisteten. Die Wende und Umkehr in Sophie Scholls Leben geschah im Frühjahr 1941,[11] von da an fand sie gerade in den augustinischen Schriften eine Orientierung. Auf die Glaubensentwicklung der protestantisch geprägten Sophie hatte in den Jahren 1941 bis 1943 Otl Aicher den stärksten Einfluss. Neben der Lektüre von Augustinus-Texten war sie von Georges Bernanos’ Tagebuch eines Landpfarrers beeindruckt.[12] Sophie, ihre Geschwister und Aicher (ihr späterer Schwager) verpflichteten sich, den Glauben, den das Buch vermittelt, „für ihr Leben zu erschließen“.[13]

Kindergärtnerin in Blumberg

Am 7. Oktober 1941 erhielt sie eine Anstellung im NSV-Kinderhort in Blumberg, wo sie bis Ende März 1942 einen Kriegshilfsdienst ableisten musste, der inzwischen für Studierwillige eingeführt worden war. Während ihrer Zeit in dem von den Nationalsozialisten brachial vom Dorf in eine Bergbaustadt umgebauten Ort entwickelte sich ihre Hinwendung zum Religiösen auch zu einer sozial und politisch motivierten Haltung.[14]

Studium in München

Im Mai 1942 begann Sophie Scholl ein Studium der Biologie und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.[15][16]

Fritz Hartnagel, mit dem sie inzwischen verlobt war, besuchte sie in München im Mai, bevor er zum Kriegsdienst im Deutsch-Sowjetischen Krieg musste.[17] In den Semesterferien im Sommer 1942 musste sie in einem Ulmer Rüstungsbetrieb arbeiten.[18] Durch ihren Bruder, der an derselben Universität Medizin studierte, lernte sie Studenten kennen, die sie in ihrer Ablehnung der NS-Herrschaft bestärkten. Ihr Bruder Hans wollte sie aus dem Zirkel der Widerständler gegen das NS-Regime heraushalten; Sophie gelang es aber, sich der Gruppe anzuschließen. Entschlossen zu öffentlicher Kritik, beteiligte sie sich an der Herstellung und Verbreitung von Flugblättern der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, die zu klaren Entscheidungen gegen die Diktatur Hitlers aufrief.

Im Widerstand

Beginn der Aktivitäten

Die Mitglieder der „Weißen Rose“ verschickten ihre Aufrufe, legten sie in Telefonzellen und in parkende Autos und gaben sie zur Verteilung an Kommilitonen in anderen Städten. Zoske vermutet, dass Sophie bereits zu Beginn des Jahres 1942 mit ihrem Bruder über Widerstandsaktionen sprach.[19] Im Januar 1943 war Sophie Scholl erstmals an der Herstellung eines Flugblattes beteiligt. Die auch in KölnStuttgartBerlin und Wien verteilten Flugschriften verursachten Aufsehen und führten zu einer intensivierten Fahndung nach den Urhebern. Im Februar vermutete die Gestapo die Autoren der Flugblätter in Münchner Studentenkreisen. Mitte Februar 1943 wurde das sechste Flugblatt[20] fertiggestellt und mit dem Aufruf versandt, das NS-Regime zu stürzen und ein „neues geistiges Europa“ zu errichten. Durch Helmuth James Graf von Moltke gelangte das Flugblatt nach Großbritannien. Im Herbst 1943 wurde es dort nachgedruckt, von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen und durch den Sender BBC verbreitet.

Verhaftung

Am 18. Februar 1943 wurde Sophie Scholl während einer Flugblattaktion, bei der sie zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Universität ca. 1700 Flugblätter verteilte, vom Hausschlosser und Hörsaaldiener Jakob Schmid, einem SA-Mann, um ca. 11:15 Uhr entdeckt und dem Rektorat übergeben. Nach mehrstündigem Verhör durch den Universitätssyndikus Ernst Haeffner und den Rektor der Universität, Professor Walther Wüst, nahm die Gestapo beide fest und inhaftierte sie.

In der Münchner Gestapo-Zentrale im Wittelsbacher Palais in der Brienner Straße verhörte Kriminalobersekretär Robert Mohr Sophie Scholl vom 18. bis 20. Februar. Wie sich aus dem Vernehmungsprotokoll[21] der Gestapo ergibt, versuchte sie konsequent, ihre Freunde zu schützen, indem sie sich und Hans als die Hauptakteure darstellte.

Todesurteil

Vier Tage später, am 22. Februar 1943, fand der Prozess gegen sie, ihren Bruder Hans Scholl und den Kommilitonen Christoph Probst vor dem Volksgerichtshof in München statt. Die Anklageschrift hatte der Reichsanwalt Albert Weyersberg verfasst, als Beisitzer fungierten der Landgerichtsdirektor Martin Stier, der Erste Staatsanwalt Adolf Bischoff als Sachbearbeiter, der SS-Gruppenführer und Chef des SS-Gerichts in München Franz Breithaupt, der Staatssekretär im bayerischen Justizministerium Max Köglmaier und der SA-Gruppenführer Hanns Bunge. Den Vorsitz führte der eigens aus Berlin angereiste Richter Roland Freisler, der die drei Angeklagten wegen „landesverräterischer Feindbegünstigung, Vorbereitung zum Hochverrat [und] Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilte.[22] Ein eilig gestelltes Gnadengesuch wurde vom „zufällig“ in München weilenden Justizminister Otto Thierack umgehend abgelehnt. Gegen 17 Uhr desselben Tages wurde Sophie Scholl im Strafgefängnis München-Stadelheim unter Aufsicht des Leiters der Vollstreckungsabteilung des Münchner Landgerichts Walter Roemer gemeinsam mit Hans Scholl und ihrem am 20. Februar festgenommenen Studienkollegen Christoph Probst vom Scharfrichter Johann Reichhart mit der Guillotine enthauptet. Reichhart äußerte später, er habe noch nie jemanden so tapfer sterben sehen wie Sophie Scholl.[23] Die NS-Propaganda berichtete in sehr knapper Form über die Hinrichtung:

„Der Volksgerichtshof verurteilte am 22. Februar 1943 im Schwurgerichtssaal des Justizpalastes in München den 24 Jahre alten Hans Scholl, die 21 Jahre alte Sophia Scholl, beide aus München, und den 23 Jahre alten Christoph Probst aus Aldrans bei Innsbruck wegen Vorbereitung zum Hochverrat und wegen Feindbegünstigung zum Tode. Das Urteil wurde am gleichen Tag vollzogen.“

– Bericht in der Salzburger Zeitung vom 24. Februar 1943[24]

Die Gräber von Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst

Die Gräber von Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst befinden sich auf dem neben der Justizvollzugsanstalt Stadelheim gelegenen Friedhof am Perlacher Forst (Grab Nr. 73-1-18/19).

Sophie Scholls Briefe und Tagebuch-Aufzeichnungen spiegeln das Bild einer jungen Frau von hoher Empfindsamkeit für die Schönheiten der Natur und von tiefem christlichen Glauben wider. Das folgende Zitat von Jacques Maritain kommt in ihren Briefen mehrmals vor: „Il faut avoir l’esprit dur et le cœur tendre“ („Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben“). Sie beschäftigte sich intensiv mit der Harmonie der Seele: „Ich merke, dass man mit dem Geiste (oder dem Verstand) wuchern kann, und dass die Seele dabei verhungern kann.“[25]

Anlässlich des 60. Todestages von Sophie Scholl wurde der Briefwechsel zwischen ihr und ihrem Verlobten Fritz Hartnagel, der 1945 ihre Schwester Elisabeth heiratete, veröffentlicht.

Schriften

  • Inge Jens(Hrsg.): Hans Scholl und Sophie Scholl. Briefe und Aufzeichnungen. Fischer, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-10-036402-3.
  • Thomas Hartnagel (Hrsg.): Sophie Scholl und Fritz Hartnagel. Damit wir uns nicht verlieren. Briefwechsel 1937–1943.Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-10-000425-6.

Würdigung

Büste von Sophie Scholl in der Walhalla in Donaustauf (seit 2003)

Mahnmal für die Weiße Rose vor der LMU München, 2005

Gedenktafel am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz in Bozen

  • Etliche Straßen, Wege und Plätze in Deutschland wurden nach den Geschwistern Scholl benannt. Eine besondere Häufung ist in der ehemaligen DDR
  • 1961gab die Deutsche Post der DDR eine Briefmarke zu Ehren von Sophie und Hans Scholl heraus (Nennwert: 25+10 Pfennig, Erstausgabetag: 7. September 1961, Auflage: 2.000.000). 1964 widmete die Deutsche Bundespost Sophie Scholl eine von E. und Gerd Aretz gestaltete Briefmarke aus einem Briefmarkenblock zum 20. Jahrestag des  Juli 1944 (Nennwert: 20 Pfennig, Erstausgabetag: 20. Juli 1964, Auflage: 6.941.000). Von Gerd Aretz stammt auch der Entwurf zur 1991 erschienenen Marke der Briefmarkenserie Frauen der deutschen Geschichte (Nennwert: 150 Pfennig, Erstausgabetag: 15. Februar 1991, Auflage: 35.436.000).
  • 1968 wurde das politikwissenschaftliche Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München in Geschwister-Scholl-Institut Der Platz vor dem LMU-Hauptgebäude trägt den Namen Geschwister-Scholl-Platz.
  • 60 Jahre nach ihrem Tod, am 22. Februar 2003, wurde Sophie Scholl mit einer Büstein der Walhalla in Donaustauf Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber würdigte sie in einem Festakt als „weltweites Symbol für den Aufstand des Gewissens gegen nationalsozialistisches Unrecht“.
  • Am 21. Juli 2006 erhielt der Platz nördlich des Ulmer Rathauses den Namen „Hans-und-Sophie-Scholl-Platz“.
  • Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA)der LMU München wählte ihr Bild als Logo und fordert die Umbenennung der Universität in „Geschwister-Scholl-Universität“.
  • Geschwister-Scholl-Schulensowie nach den Geschwistern benannte Kindergärten und Kindertagesstätten
  • Im Dezember 1945 wurde die renommierte, 1886 gegründete Königliche Augusta-Schule, Berlin, in Sophie-Scholl-Schule[26]
  • Im Jahr 2008 wurde in WienDonaustadt(22. Bezirk) die Sophie-Scholl-Gasse nach ihr benannt.
  • Bei der Straßenbahn Ulmträgt ein Wagen ihren Namen.
  • 2014 wurde ein neusprachliches Gymnasium in Trientnach ihr benannt.[27]
  • Die frühere, am Schulbückelegelegene Mädchenvolksschule in der Ludwigsburger Schulgasse 8,[28] in der Sophie Scholl in den Jahren 1930–1932 die dritte und vierte Klasse besuchte, wurde 2019 anlässlich einer Fusionierung in Sophie-Scholl-Schule[29]
  • Auf Beschluss der deutschen Bundesregierung wurde 2021 anlässlich des 100. Geburtstages von Sophie Scholl eine 20-Euro-Gedenkmünze, gestaltet von Olaf Stoy, herausgegeben.[30]
  • Mit dem Erstausgabetag Mai 2021 gab die Deutsche Post AGanlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl ein Sonderpostwertzeichen im Nennwert von 80 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt vom Grafiker Detlef Bär aus Köln. Abgedruckt ist dort neben einem Porträt ein Zitat, das von ihrem Todestag überliefert ist: „So ein herrlicher, sonniger Tag, und ich soll gehen. Was liegt an meinem Tod, wenn durch unser Handeln Tausende von Menschen aufgerüttelt und geweckt werden.“[31]

Film, Theater, Bühnenwerke (Opern), Multimedia

Die Lebensgeschichte der Widerstandskämpferin wurde mehrfach filmisch und auch in Theaterstücken dargestellt.

Film

Theater

  • 2006: Sophie Scholl – Die letzten Tage, Bühnenfassung nach dem Filmdrehbuch von Fred Breinersdorfer, Uraufführung: 28. Februar 2008 am Schauspielhaus Salzburgunter der Regie von Betty Hensel, die auch die Dramatisierung des Drehbuchs vorgenommen hatte.[33][34]
  • 2014: Name: Sophie Scholl, Theaterstück von Rike Reiniger, Uraufführung am 29. Oktober 2014 im Landesgericht Wien, Regie: Melika Ramic, Produktion: werk 89/ Dschungel Wien, Deutsche Erstaufführung am 9. Juni 2015 im Memorium Nürnberger Prozesse, Regie: Silke Würzberger, Produktion: Gostner Hoftheater, Schweizer Erstaufführung am 25. und 30. September 2017 im Jungen Theater Solothurn. Das Stück verknüpft den Gewissenskonflikt einer heutigen Jura-Studentin mit dem Leben der historischen Sophie Scholl. Es wurde ausgezeichnet mit dem Preis der Juristischen Fakultät der Universität Regensburg.[35]Name: Sophie Scholl ist im Klak-Verlag Berlin als Buch erschienen.[36]
  • 2017: Sophie/Clara, Theaterstück für Jugendliche von Christoph Busche, Uraufführung am 25. März 2017 am Theater Kiel(Werftparktheater) in der Regie von Astrid Großgasteiger. Das Stück besteht aus zwei Teilen und stellt die Biografie von Sophie Scholl jener der gleichaltrigen Clara Sabrowski gegenüber, einer überzeugten Nationalsozialistin. Es thematisiert unterschiedliche Lebenswege und die Bedeutung von Gewissensentscheidungen während der Nazizeit.[37]

Bühnenwerke (Opern)

  • 1986: Weiße Rose, Kammeroper, Szenen für zwei Sänger und 15 Instrumentalisten von Udo Zimmermann, nach Texten von Wolfgang Willaschek, Uraufführung am 27. Februar 1986, Opera Stabile, Hamburg.

Social Media

Unter dem Titel @ichbinsophiescholl starteten der Südwestrundfunk und der Bayerische Rundfunk Anfang Mai 2021 ein Instagram-Projekt anlässlich Scholls 100. Geburtstag. Die letzten Lebensmonate wurden mit Instagram-Postings nachgestellt, als ob Scholl selbst sie gepostet hätte.[38] Dabei trat Schauspielerin Luna Wedler in die Rolle der Sophie Scholl und stellte im Stil eines aktuellen Influencer-Kanals auf Instagram das letzte Jahr im Leben der Widerstandskämpferin dar. Das Projekt wurde sowohl aufgrund seiner Innovation und gesellschaftlichen Relevanz gelobt als auch wegen historischer Ungenauigkeiten kritisiert.[39] Die Redaktionsleitung übernahm Suli Kurban, die das Projekt als Social-Media-Serie bezeichnete.[40] Das Konzept orientierte sich stark an dem zwei Jahre zuvor auf Instagram umgesetzten Projekt @eva.stories aus Israel, das von einem jüdisches Mädchen aus Ungarn handelt, das in Auschwitz ermordet wurde.[41] Die Problematik der halb-fiktionalen Vorgehensweise des Projekts @ichbinsophiescholl wurde in der Folge vom 18. Februar 2022 des ZDF Magazin Royale thematisiert.[42]

Ausstellungen

Zeitzeugenberichte

Literatur (Auswahl)

Weblinks

Commons: Sophie Scholl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikiquote: Sophie Scholl – Zitate