Taizé-Andacht St. Matthäus Vach

 

In der Dunkelheit unserer Nacht,
entzünde ein Feuer,

das nie mehr erlischt.

Sammlung, Ruhe, Lieder, Kerzenlicht – die Taizé-Andacht lädt ein, in der Hektik des Alltags Ruhe zu finden.

In der ökumenischen Tradition der Gemeinschaft von Taizé kommen wir zusammen, um eine Zeit lang gemeinsam zu singen, zu, beten und in Stille zu sein.

Im Mittelpunkt stehen Lieder und Gesänge aus Taizé. Es sind einfach gehaltene Lieder, die eine Zeit lang wiederholt werden. Lieder, die „die Seele berühren und in der Stille des Herzens weiterklingen.“ (Die Kirche ist dunkel und nur mit Kerzenlicht erhellt.)

Herzliche Einladung am Fr. 11.09.2020 um 19.00 Uhr in die Vacher St. Matthäuskirche

Anteilnahme der Weltöffentlichkeit.                   Mit einer Schweigeminute und Trauerfeiern gedachten viele Menschen weltweit in den Folgetagen von 9/11 der Opfer der Anschläge. Führende Politiker vieler Staaten verurteilten diese und sandten Beileidsschreiben an die USA.Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau erklärte am Abend des 11. Septembers 2001:                    „Hass zerstört die Welt und Hass vernichtet Menschen. Darum geht es überall…: Dem Hass zu widerstehen und der Nächstenliebe Raum zu schaffen. Wer nicht hasst, sagt auch Nein zur Gewalt. Wer Nein zu Gewalt sagt, macht das Leben unserer Kinder erst möglich.“             Am 14. September 2001 bei einer von rund 200.000 Personen besuchten Solidaritätsdemonstration in Berlin sagte Rau:                           „Hass darf uns nicht zum Hass verführen. Hass blendet. […] Der beste Schutz gegen Terror, Gewalt und Krieg ist eine gerechte internationale Ordnung.“

 

 

Hoffnungsleuchter in Zeiten von Corona              Wir dürfen Hoffnung haben, wenn wir zusammenhalten und mit Jesus Christus eine starke Kraft in der Mitte haben. Vorwort Die Wehrkirche zu Vach gehört zu den schönsten in ganz Bayern. Im Turm, auf der linken Seite des Haupteingangs der St. Matthäus-Kirche, befindet sich seit dem Karfreitag 2020 ein „Hoffnungsleuchter“. Im ältesten Teil des 960 Jahre alten und ehrwürdigen Gotteshauses, im Turm, entstand eine kleine Kapelle, ein Andachtsraum, in dessen Mitte der neu gestaltete Leuchter steht. Wenn Sie an diesem besonderen Ort sind, wünsche ich Ihnen Ruhe und Geborgenheit vor den Stürmen des Lebens und des Alltags. Denken Sie einen Augenblick nach und seien Sie gewiss: Hier bin ich Willkommen! Mit einem massiven Mauerwerk aus Bruchsandstein wurde der trutzig wirkende Kirchturm mit Schieß-scharten als zentrales Element einer Wehrkirche zur Verteidigung gegen Angreifer in romanischer Zeit errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1059. Andachtskerze Ich zünde eine Kerze an und bete… Halten Sie einen Moment lang Stille und verweilen Sie. Atmen Sie die Atmosphäre des Raumes ein. Lassen Sie diesen auf sich wirken. Hier haben viele Menschen vor Ihnen gebetet. Bevor Sie wieder aufbrechen, haben Sie jetzt die Möglichkeit eine Kerze anzuzünden. Gebet beim Entzünden der Kerze Sie können als Hilfe folgendes Gebet sprechen:                         Ich kann nicht beten – ich habe Sorgen. Darum komme ich zu dir, Gott, um eine Kerze anzuzünden. Sie ist ein Zeichen, dass ich einige Augenblicke vor dir, Gott, schweigen will. Du willst jedem Menschen nahe sein. Deshalb bin ich heute zu dir gekommen, weil ich dich brauche. Ich zünde diese Kerze an, weil ich mit dir verbunden bleiben möchte. Diese Kerze ist nur ein Zeichen. Ich möchte dir sagen: Gott, ich brauche dich. Amen.                                                                      Gedanken bei der Entstehung des Leuchters Corona-Pandemie 2020 In den jetzigen Zeiten, in denen das Coronavirus viele Menschen bewegt, nehmen wir wahr: Ein Virus wandert um die Welt, über Kontinente und Erdteile. Selbst vor den entlegensten Winkeln macht es nicht Halt. Menschen haben Angst sich anzustecken. Einige sind schon infiziert, andere zeigen schwere Symptome von Covid-19 und müssen ins Krankenhaus, um beatmet zu werden. Einige sind auch schon gestorben, wir trauern um jeden einzelnen Menschen.Wir sehen uns einer Flut von Informationen ausgesetzt. Wir müssen das Wichtige vom Falschen unterscheiden. Politiker, Virologen nehmen dazu Stellung. Ausgangsbeschränkungen werden angeordnet, Gottesdienste entfallen. Wir suchen Hilfe und Halt in schwerer Zeit. Hoffnung für Hoffnungslose. Darum dieser Leuchter.                  Wir nennen ihn Hoffnungsleuchter.                      Gott möge seine Menschheit vor Schlimmerem bewahren und Hoffnung und Frieden schenken.                                 Gebet (Lasst uns beten)                                    Gott der Hoffnung! Hilf uns, diejenigen mit unseren Herzen zu erreichen, die wir mit unseren Händen nicht berühren dürfen. Hilf uns, auch in der Distanz unsere sozialen Kontakte zu wahren. Schütze das Leben, bewahre die Kranken und Betagten. Bewahre uns in deinem Frieden. Amen.                                                  Hintergrund „Hoffnung für die Welt“ heißt Frieden haben – in Frieden leben dürfen, mit sich selbst, mit dem Gegenüber und mit Gott. Friedensleuchter                                                            Darum kam mir die Idee einem Leuchter in unserem kleinen Andachtsraum in der großen Kirche einen Platz zu geben. Die Grundidee eines Friedensleuchters geht auf den „protestantischen Urleuchter neuerer Art“ (Landesbischof Horst Hirschler, Hannover) zurück. Der Leuchter steht seit der Weltkirchen-konferenz 1968 im Dom zu Uppsala (Schweden).                                                             Hintergrund zu den Personen Seit dem Jahr 2003 bemühte sich Pfarrer Markus Pöllinger, damals mit dem Marktredwitzer Leuchter (Gebetsbuch: Ich zünde eine Kerze an und bete…), eine eigene Form zu entwickeln. Seitdem ist ihm die Idee nicht mehr aus dem Kopf gegangen: Frieden und Hoffnung für die Welt. Wir sollen dafür beten und eintreten, dass Friede werde.                           Erst im Jahr 2019, inspiriert durch den Bayreuther Leuchter, griff Pfarrer Markus Pöllinger in intensiven Gespräch mit dem Logopäden und Kunstschmied Thomas Wippich aus Vach die Idee wieder auf, so dass nun im Jahr 2020 während der Corona-Krise dieses Kunstwerk eines „Hoffnungsleuchters“ entstand und an Karfreitag seinen Platz in der Kirche fand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Taize-Team

Petra Neuhörl

Thomas Wippich

Elke Schildbach

Pfarrer Markus Pöllinger