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Der anglikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu verstarb am 26.12.2021 in Alter von 90 Jahren.

Er setzte sich in Südafrika zusammen mit Nelson Mandela für das Ende der Apartheid ein.  „Er wollte, dass alle Menschen dieser Erde jene Freiheit, den Frieden und die Freude erleben, die wir erfahren, wenn wir einander als Menschen begegnen, die nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.“ Weil er daran glaubte, habe Tutu „niemanden gefürchtet“, so Makgoba:  „Während Tutu an erster Stelle ein anglikanischer Geistlicher war, sprengte sein Glaube die Grenzen von Konfession und Religion und nahm alle an, die seine Passion für Gerechtigkeit und Liebe teilten“. Selbst nach seinem offiziellen Rentenantritt an seinem 79. Geburtstag sprach sich Tutu regelmäßig gegen Missstände aus. Auf der Weltbühne trat er für Unterdrückte in Tibet, Myanmar und Palästina ein. In seiner Heimat Südafrika prangerte er illegale Waffengeschäfte und Ausländerfeindlichkeit an sowie die Diskriminierung von Homosexuellen und Menschen mit HIV/Aids. „Obwohl er am demokratischen Übergang mitwirkte, zögerte er nicht, die neue Regierung sowohl an ihre moralische Verantwortung als auch an ihre zunehmenden Mängel zu erinnern“, so die Tutu-Stiftung in Kapstadt.

Sein Motto lautete Versöhnung statt Vergeltung. Er verhalf Südafrika zu einem Neuanfang.