Segensgebet für Pfr. Ludwig Berger und seine Frau Beate: Gott segne euren Blick zurück und eure Schritte nach vorn. Er bewahre euch die Erfahrungen an diesen Ort und begleite euch auf dem Weg, der vor euch liegt. Gott behüte euch und laß euch immer wieder einmal zu uns kommen. Laßt uns sie nicht vergessen. Gott, spreche zu Ihnen: Fürchtet dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein! (Jesaja 43,1) Amen!

Organistin Ruth Sinning spielte in virtuoser Manier zum Abschied den „Kirchweihwalzer“

Pfarrer Ludwig Berger war als „Leseonkel“ über viele Jahre im Kindergarten St. Matthäus Vach tätig. Viele Kindergartengottesdienste begleitete er mit seinem Akkordeon. Sein Lieblingslied ist:“ Gott, dein guter Segen“. Er spielte es zum Abschied.

 

In einer Dialogpredigt von Pfarrer Markus Pöllinger und Pfarrer Ludwig Berger stand der Dank für viele Dienste als Prediger und Liturg (v.a. beim Abendmahl), sowie besonders auch als Organist auf der Orgelbank im Mittelpunkt. Sein Leben lang begleitete den 79-jährigen gebürtigen Dresdner dabei der 73. Psalm. Ja, so ist es gewesen, wie die Worte des 73. Psalmes es sagen: Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.   

 

In Erlangen lernte er seine Frau Beate kennen und lieben und sie heirateteten 1969. Seine Frau Beate stand ihm fortan immer zur Seite, hielt ihm als echte Pfarrfrau den Rücken frei und hatte an Tür und Telefon immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Leute.

Es waren immer wieder Texte aus der Bibel, die Pfarrer Berger ansprachen und ihn beleiteten. So auch der Text seiner Examenspredigt aus Hebräer 9: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; Nach dem Vikariat in Gersthofen trat er die erste eigene Pfarrstelle in Trostberg an. Ein leidenschaftlicher Diasporapfarrer war er mit allen Anforderungen. 1980 wechselte er nach Burghausen. Immense Arbeit stand an, alleine bei über 3000 Gemeindegliedern. Die Feuerwehr- und Notfallseelsorge baute er als Johanniterpfarrer auf. Chöre leitete er, Er war u.a. Obmann für die Posaunenchöre in Oberbayern. Es war eine segensreiche Zeit.

Immer wieder die Musik, eine besondere Gabe, begleitete ihn. 1994, der Wechsel nach Eltersdorf Dekanat Erlangen, ins Frankenland, wo er viele Kontakte aufbaute. Einige sind heute in die Vacher St.Matthäus-Kirche gekommen. Seit 2004 lebte er nun fast 16 Jahre im Unruhestand in Vach, mit schöner Aussicht, und als eine wichtige väterliche Säule in der Matthäus-Gemeinde, sei es beim Abendmahl, auf der Orgelbank oder in der Männerrunde mit seinem Akkordeon. Glückliche Momente im Leben der Familie Berger. Sonnenschein und Regenwetter, Freud und Leid, Krankheit und Gesundwerden – alles war dabei in den fast 80 Jahren. Ja, so ist es gewesen, ja, so habe ich es erfahren: Und so dürfen wir auch fröhlich sein – das alles sehr gut geschafft zu haben- im Sinne des Bibelwortes: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“

Dennoch bleibe ich stets an dir, so beginnt das Bibelwort, unter dem heute der Rückblick steht, trotzdem, trotz allem Schweren. Zu diesem „Dennoch“ hat Pfarrer Ludwig Berger manchen Anlaß gehabt. – Manche, die auf ihr Leben zurückschauen, tun dies voller Stolz, ja Einbildung: was habe ich erreicht, was habe ich geschafft! Er aber empfindet die Führung Gottes auf seinem Lebensweg als unverdiente Gnade, als Geschenk. Er denkt dabei an alles Schwere, das uns einfach auferlegt wird, ohne daß wir den Grund und die Ursache dafür wissen. Wenn wir all das bedenken, so spüren wir, was für eine große Gnade es ist, wenn wir sagen können: „Dankbar in allen Dingen zu sein, denn das ist der Wille Gottes in Jesus Christus an euch.“ So hat Ludwig Berger es erlebt, erfahren: So ist Gott zu mir gewesen.

Am Anfang deines Weges stand jenes strahlende helle Wort der Verheißung aus Psalm 73.

Wenn wir ans Ziel gelangt sind, wollen wir bekennen: Dir sei Dank für alles. Amen. In Niederbayern wuchs er auf.      Er war engagiert in der evangelischen Jugend- und in der Posaunenchorarbeit. Nach dem Abitur 1962 studierte er Theologie in Erlangen, Oberursel und Hamburg.

Pfarrer Julian Deusing dankte Pfarrer Ludwig Berger für alle Begleitung.

 

Heinz Landler, der Gründer der Männerrunde Vach dankte Pfarrer Ludwig Berger für seinen Einsatz in der Männerarbeit und wünschte dem Ehepaar Berger Gottes Segen für den weiteren Weg.

 

„Pfüat eich Gott“, Ludwig und Beate!

Markus Pöllinger, Pfarrer