Liebe Leserin, lieber Leser,

Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Die Bibel berichtet uns von diesem Ereignis vor 2000 Jahren. Davon, wie das Grab leer ist und Jesus sich seinen Jüngern zeigt.

Und seine Jünger reagieren so menschlich, wie man in diesem Moment reagieren kann. Sie glauben, da steht ein Geist. Sie denken, es ist eine Fata Morgana. Sie meinen, sie fantasieren vielleicht. Sie reagieren mit Skepsis.

Jesus muss schon alle Register ziehen, um sie zu überzeugen. Die Jünger wollen nicht glauben, dass er tatsächlich auferstanden ist. Immerhin war er doch tot. Alle hatten gesehen, wie er gestorben ist. Ein einfaches „Friede sei mit euch“ und „ich bin es“ reicht den Jüngern nicht. Jesus versucht es weiter, er zeigt den Jüngern seine Hände und seine Füße. Er zeigt seine Stigmata, die Wunden von den Nägeln. Er lässt sich sogar anfassen. Und das reicht noch immer nicht. Vor ihren Augen isst er etwas, so dass sie sehen, dass er wirklich kein Geist, keine Einbildung, kein Wunschtraum ist.

Die Jünger zweifeln und Jesus überzeugt sie. Er wandelt wieder auf der Erde. Die Skeptiker werden überzeugt.

Wir feiern heute die Auferstehung. Der Glauben, dass Jesus wieder in die Welt gekommen ist. Aber viele sind auch skeptisch. Es ist heute ganz normal, allem skeptisch gegenüber zu stehen. Der Mensch ist ein logisches Wesen. Er will für alles eine Erklärung. Er möchte die Welt verstehen, in der er lebt.

Und in der Welt gibt es eine Ordnung, eine Logik. Tot ist tot. Das ist ein Naturgesetz. Man lebt eine gewisse Zeit, dann stirbt man. Jeder muss sterben.

Und dann kommt Jesus. Und er hebelt die Naturgesetze aus. Er steht auf von den Toten. Wandelt wieder auf der Erde. Tut etwas, was ganz und gar unmöglich ist. Und da es unmöglich ist, kann es nicht wahr sein. Darum sind die Menschen skeptisch, wenn es um die Auferstehung geht. Die Logik, die doch alles erklären kann, kann nicht weiterhelfen.

Und trotzdem, der Glaube an die Auferstehung besteht seit 2000 Jahren. Obwohl die Auferstehung nicht logisch beweisbar ist, glauben wir Christen daran. Entgegen aller Logik feiern wir jedes Jahr Ostern.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Beim Klick auf den Play-Button wird ein Video von Youtube abgespielt. Dabei werden Daten an Youtube übermittelt.

Weil Ostern kein Fest der Logik ist, sondern des Gefühls. Dieses Gefühl sagt uns, dass der Tod besiegt ist. Dieses Gefühl sagt uns, dass es immer Hoffnung gibt in unserem Leben. Dieses Gefühl tragen wir als Christen in uns. Und dieses Gefühl, das verbindet uns und gibt uns Kraft. Es hilft uns, jede Herausforderung im Leben zu meistern. Es geht über die Zeit hinaus bis in die Ewigkeit. Ostern schenkt uns dieses Gefühl.

Selbst der Tod hat seinen Schrecken verloren. Das Dunkel ist dem Licht gewichen. Jesus hat den Tod besiegt. Wir feiern Ostern. Dieses Jahr so wie jedes Jahr. Zwar ohne Gottesdienste und viele liebgewonnen Traditionen. Aber eines, das wird immer bleiben. Das Gefühl der Hoffnung und des Lichts, das uns die Osterbotschaft immer wieder aufs neue schenkt.

Frohe Ostern wünscht ihnen ihr

Pfarrer Julian Deusing

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Beim Klick auf den Play-Button wird ein Video von Youtube abgespielt. Dabei werden Daten an Youtube übermittelt.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Beim Klick auf den Play-Button wird ein Video von Youtube abgespielt. Dabei werden Daten an Youtube übermittelt.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Beim Klick auf den Play-Button wird ein Video von Youtube abgespielt. Dabei werden Daten an Youtube übermittelt.