Wort zum Karfreitag

Liebe Mitchristen,

liebe Leserin, lieber Leser,

liebe Freundinnen und Freunde von St. Matthäus Vach!

Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3, 16).

Der „Karfreitag“, was bedeutet er für uns?

Für mich und viele Menschen ein Tag, der zur Stille einlädt.

Ein Blick auf das Kreuz.

Was bedeutet für mich dieses Sterben Jesu am Kreuz?

Ich versuche meinen Blick auf das Kreuz auszuhalten.

Grausam, denke ich. Warum, Gott, hast du es zugelassen?

Deinen einzig geliebten Sohn sterben zu lassen? So grausam!

Gab es keinen anderen Weg?

Das Kreuz an Karfreitag ist das Zeichen der unaussprechlichen grenzenloser Liebe unseres Gottes.

Und da trifft mich der Blick dieses gekreuzigten Jesus.

Ich tat es für dich. Begreifen werden wir das nicht, nie.

Aber das Kreuz sagt mir und ich möchte es ihnen zurufen am Karfreitag 2020, wo die Wogen in unserer Gesellschaft hochkochen. Glaube an mich und vertraue mir.

Das Kreuz ist für mich heute besonders am Karfreitag das Zeichen der unaussprechlichen Liebe unseres Gottes.

So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er das Kostbarste, was er hatte für mich und für dich dahingab, damit wir leben und einmal ewiges Leben haben.

Versuchen Sie einmal diesen Gedanken heute für sich aufzunehmen. Für dich gestorben und auferstanden.

Nach Karfreitag kommt Ostern, liebe Freundinnen und liebe Freunde! Seid getrost und unverzagt! Wir gehen nicht verloren!  Das ist wie die aufgehende Sonne inmitten der Dunkelheit. Wir sind geliebt und werden gebraucht in dieser Welt, ob alt oder jung, ob Frau oder Mann oder Kind.

Im Evangelischen Gesangbuch lese ich unter der Nummer 378: Es mag sein, dass alles fällt… . Halte du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt.

Er hielt sein Versprechen. Das sagt uns der Karfreitag:

Herr, erbarme Dich. Christus, erbarme dich.

Danke für den Karfreitag.

Der Herr segne und behüte dich.

Amen!

Pfarrer Markus Pöllinger

 

Gebet zu Karfreitag
Auf Christus schaue ich.
Auf Dein Kreuz.
Ich bringe vor Dich alles,
was mir auf dem Herzen liegt.
Unsere Welt, von Krankheiten und Krisen geschüttelt.
Ich denke an Menschen, die ein Kreuz zu tragen haben.
Ich denke an die Menschen, die krank sind, alt, betagt oder sterbend.
Ich denke auch an die Menschen, die in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen oder in den Familien Dienst tun für unsere Gesellschaft,
für Polizisten und Feuerwehr.
Sei bei allen Politikerinnen und Politikern,
in Forschung und Wirtschaft,
sei bei allen Kirchen-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
und denen die in Diakonie arbeiten.
Sei bei den Heimatlosen,
bei allen, die sich von Deinem Wort abgekehrt haben,
Dich ablehnen,
zweifeln oder
auf der Suche nach Dir sind.
Schenke uns den Blick auf das Kreuz,
den Blick deiner Liebe.
Auf Dich schauen wir, vertrauen wir.
Auf Dich Christus verlassen wir uns im Leben und im Sterben.
Gemeinsam betet deine Gemeinde:
Vater unser…