Liebe Leserin, lieber Leser!

400 Millionen Protestanten weltweit richten ihren Blick nach Deutschland, dem Mutterland der Reformation. Viele Menschen besuchen Orte, an denen aus der mittelalterlichen Welt die Reformation und die Erneuerung des Glaubens und des Denkens ihren Anfang nahm. Dr.Martin Luther hat neu entdeckt, dass Gott uns den Weg zum Himmel öffnet, aus Gnade, im Glauben an Jesus Christus, vermittelt durch die Bibel.

Das Reformationsjahr 2017 wird also ein internationales Ereignis sein. Ein bekanntes Wort  – Luther zugeschrieben – ist: „Wenn morgen die Welt unterginge, so wollte ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Seit der Lutherdekade 2009 beginnend wurden im Luthergarten in Wittenberg 500 Bäume gepflanzt – als Hoffnungszeichen für die Welt. Auch in Vach pflanzten Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Apfelbäumchen im Pfarrgarten zwischen Kirche und Kantorat. Am 31. Oktober 2017 wird erstmalig dieser Tag wieder ein gesetzlicher Feiertag sein. Wir Christen wollen ein Christusfest feiern. Christus soll die Mitte aller Feiern sein. „Wenn du mit Christus eins bist, was willst du mehr haben?“ so heißt es in Martin Luthers Schrift „Vom wahren Christentum“. Das gilt es fest zu halten.

Am Kirchentag in Berlin war ein Spruch aus 1. Mose 16,13 Thema: „Gott, du siehst mich“. Der Erzbischof von Canterbury rief im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst am Reichstag in Berlin zur Einigkeit aller Christen auf. „Beten und Liebe kann Haß und Mauern überwinden“. Das kann heißen: Diese Worte zu leben. 1529 schrieb Dr. Martin Luther Text und Melodie „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Das wollen wir als Hoffnungsbotschaft in die Welt tragen, auch, wenn das Reformationsjahr/-jubiläum zu Ende ist. Der Auftrag und das Zeugnis Jesu für diese Zeit ist uns gegeben. Gott sieht uns und wir dürfen den Nächsten sehen. Wir können im Kleinen dazu beitragen. Lassen sie uns „beten und Liebe üben, Hass und Mauern überwinden.“ Wir bitten den Heiligen Geist, er wolle uns den Mut schenken, dass wir Boten und Zeugen seiner Liebe werden und sind.

Vielleicht finden Sie Zeit und Muße im Sommer die Vacher Bibel mitzuschreiben. Ein Bibelwort, welches in ihrem Leben eine Bedeutung hat. Mailen Sie es uns oder geben Sie es im Pfarramt ab. Die Reformation – die Erneuerung des Glaubens geht weiter. So wünsche ich uns allen einen offenen Himmel und einen erholsamen und behüteten Sommer.

Ihr Pfarrer Markus Pöllinger

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