Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7.10.2023

St. Matthäus Vach zeigt Verbundenheit mit jüdischen Gemeinden

Zeichen der Solidarität mit Juden:
Möglichkeit eines Friedensgebetes und Entzünden einer Kerze in der St. Matthäus-Kirche Vach (Ps 122 und Andacht:Friedensgebet)

Gebet um Frieden

Angesichts der anhaltend eskalierenden Lage im Nahen Osten rufen Religionen überall auf der Welt derzeit zu Friedensgebeten auf. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Annette Kurschus, betet mit diesen Worten für den Frieden.

Gott der Barmherzigkeit,
mit Dir weinen wir.
Jüdische Menschen wurden massakriert.
Unzählige sind an Leib und Seele verletzt.
Der Terror der Hamas bringt überall Leid.
Gott der Liebe,
wir bitten Dich, schau auf die Menschen im Heiligen Land,
Juden, Christen und Muslime,
Israelis und Palästinenser,
die Lebenden und die Toten.
Gott des Friedens,
erinnere uns an Deine Verheißung
und mach sie wahr,
dass unser Leben seinen Ausdruck finde in
Schalom, Frieden, Salam.
Amen
PDF Gebete um Frieden: Friedensgebet Okt 2023 Angriff der Hamas auf Israel

Hoffnungsleuchter St. Matthäus Vach

 

Hintergrund:

https://shop.gottesdienstinstitut.org/gottesdienst-in-der-gemeinde/aktuelles/kostbare-fracht-der-kanzeltrager-moses-gottesdienst-zum-jahrestag-der-reichspogromnacht-am-9-november.html

Reformationsbotschaft:

Religionen sollen Frieden fördern

Alle Religionen sollten gemeinsam nach Wegen hin zum Frieden, zu Verständigung und Versöhnung suchen

Am Reformationstag haben die Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland mehr Anstrengungen der Religionen für den Frieden gefordert. Mit Blick auf den Nahost-Konflikt bekräftigte die EKD-Ratsvorsitzende Kurschus ihre Solidarität mit Israel.
Frankfurt a.M. (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat am Reformationstag mehr Einsatz der Religionen für weltweite Versöhnung und Frieden gefordert. Mit Blick auf die Eskalation im Nahen Osten sagte die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“: Die Rolle der Religionen sei jetzt, „dass wir uns nicht in die aufgeheizte, emotionale Debatte begeben, wo jeder meint, recht zu haben und auf der richtigen Seite zu sein“.Alle Religionen sollten gemeinsam nach Wegen hin zum Frieden, zu Verständigung und Versöhnung suchen, fügte Kurschus hinzu, die auch westfälische Präses ist: „Das ist ein Anliegen aller Religionen“. Der Reformationstag ruft laut Kurschus dazu auf, „das eigene Denken und Handeln immer wieder kritisch zu hinterfragen. Das ist der Kern der Reformationsbotschaft.“Zum Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober sagte Kurschus, diese Attacke sei eindeutig antisemitisch begründet gewesen, mit dem Ziel, Jüdinnen und Juden zu vernichten. „Mit diesem Ansinnen haben wir in Deutschland, haben wir als Christinnen und Christen eine eigene Geschichte, insofern tragen wir da eine besondere Verantwortung.“ Daher stehe man jetzt ganz klar an der Seite der Jüdinnen und Juden. „Und wir sehen das Leid der Menschen, die jetzt im Gaza-Streifen sind, das Leid, das letztlich verursacht ist durch die Hamas.“

Vor dem Hintergrund des Angriffs der Hamas auf Israel verurteilte auch die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs Antisemitismus: „Er fordert unser unmissverständliches Nein. Er ist menschenverachtend. Gottlos. Nicht zu dulden.“ Auch Bischöfin Fehrs rief die Religionsgemeinschaften dazu auf, sich auf Gewaltfreiheit zu besinnen.

Es sei heute nötiger denn je, heilige Schriften nicht Fanatikern zu überlassen, sagte Fehrs in ihrer Predigt zum Reformationstag in Lutherstadt Wittenberg. Reformation heiße, dass sich Religionsgemeinschaften immer wieder auf ihren Kern besinnen, der das Leben wolle und nicht die Gewalt. Diese Erkenntnis sei besonders wichtig, wenn Religion zur Rechtfertigung für Unterdrückung oder als Brandbeschleuniger für Gewalt missbraucht werde.

Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hob zum Reformationstag die Rolle der Staatengemeinschaft angesichts der Konflikte in der Ukraine und im Nahe Osten hervor. Ihre Aufgabe bestehe darin, das Völkerrecht zu stärken, sagte er in der Marktkirche in Goslar. In Israel stehe aktuell die Trauer um die Opfer und die Solidarität mit dem Staat Israel im Mittelpunkt, sagte Meyns. „Es muss aber auch hier darum gehen, eine Ausweitung der Gewalt zu verhindern und die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten so gut es geht zu schützen.“

Friedensgebet:

Der Anschlag müsse alle friedliebenden Menschen „aufschrecken, sich mit mehr Entschiedenheit dafür einzusetzen, dass dem Rechtsextremismus, dem Antisemitismus und der Menschenverachtung in unserer Gesellschaft nach allen Kräften gewehrt wird. Das Engagement für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Frieden müsse gestärkt werden.

Wir denken an unsere jüdischen Geschwister, die heute den Sabbat feiern und dabei geschützt werden müssen vor denen, die Hass säen und den Tod bringen“
„Wir stehen an ihrer Seite, wohl wissend, welche Erschütterung der Anschlag von Halle für die jüdischen Gemeinden in unserem Land bedeutet und wie viel Besorgnis und Angst er unter unseren jüdischen Geschwistern ausgelöst hat.“

(Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.)

siehe: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/10/friedensgebet-berlin-house-of-one-anschlag-halle.html

siehe: Israel im Krieg – Pastorenbrief

siehe: Schuldbekenntnis

Bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm fordert Zeichen der Solidarität mit jüdischen Schwestern und Brüdern

siehe: https://www.br.de/nachrichten/bayern/nach-anschlag-in-halle-bayernweit-aktionen-gegen-antisemitismus,RebSKkR

 

 

Wichtige Erklärungen zum Verhältnis Christen und Juden

Evangelisch Lutherische Kirche in Bayern (1998)

Evangelische Kirche in Deutschland (2000)

„Nur, wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen!“ (Dietrich Bonhoeffer)

 

In stillen Gedenken aller Opfer von Terror und Gewalt

und als Mahnung „Wehret den Anfängen!“

 

Pfarrer Markus Pöllinger

P.S.: Kurt Klein, Pfarrer von St. Matthäus Vach (1937-1951) sagte wiederholt in Predigten:

„Wenn ihr den Mose wegnehmt,

dann stürzt die ganze Mosekanzel

und alles übrige ein“.

Kanzel St. Matthäus, Vach

Kanzel St. Matthäus, Vach